Presseartikel

RNZ 23.03.2021

Heidelberg

Architekt und Stadtplaner Bert Burger wird 80 Jahre alt

Er war maßgeblich an der Sanierung der Altstadt beteiligt. Die Vergangenheit hat ihn immer fasziniert. „Eine Stadt muss auch ein Ort von Identifikation sein“.

 

„Dank an alle Menschen, die mir geholfen haben, ein bis heute so erfülltes Leben zu führen“, sagt der Architekt und Stadtplaner Bert Burger. Foto: Manfred Bechtel

Von Manfred Bechtel

Heidelberg. Bert Burger wird an diesem Dienstag 80 Jahre alt. Seit Jahrzehnten engagiert sich der Handschuhsheimer für Stadtentwicklung und Denkmalpflege. Wenn er jetzt zurückblickt, erinnert er sich zugleich an viele Akteure der jüngeren Stadtgeschichte. Von jeher fasziniert ihn dieVergangenheit des Heiligenberges. Sein Eintreten war mitentscheidend für die Erhaltung der Kirchenruinevon St. Michael; seit Jahren ist er Vorsitzender der „Schutzgemeinschaft Heiligenberg“. Als Architekt gründete er mit einem Partner in den 1960er Jahren ein Architekturbüro, das heute von seinem Sohn geleitet wird. Bert Burger ist Träger der Bürgermedaille der Stadt Heidelberg und der Medaille der Stadt Montpellier. Anlässlich seines Geburtstags hat die RNZ ein Gespräch mit ihm geführt.

Herr Burger, wie kam es zu Ihrem Engagement für die Heidelberger Stadtentwicklung?

Zu Beginn der 1970er Jahre wollte der damalige Oberbürgermeister Zundel unter anderem einen dreispurigen Ausbau der B37 zwischen Altstadt und Neckar. Auch dachte er, die Altstadt wäre nicht zukunftsfähig. Nach seiner Sanierungsstrategie sollten große Teile abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Als Reaktion auf diese Ideen fand sich eine Gruppe junger Architekten und engagierter Bürger zusammen, die diese Art der Altstadtentwicklung heftig kritisierte. In diesem Zusammenhang wurde eine große Ausstellung im Heidelberger Kunstverein organisiert, die sich HDAD (HD ade) nannte, und ich habe einen Film gedreht mit dem Titel „Muss Heidelberg den Verkehrstod sterben?“. Diese Gruppe kritischer Bürger war sozusagen ein Vorläufer der späteren „Bürger für Heidelberg“.

Dann bekamen Sie Hilfe vom Gesetzgeber.

Nach dem Krieg wurde in den historischen Altstädten mehr Substanz zerstört als im Kriegselbst. Da griff der Gesetzgeber ein. Das „Städtebauförderungsgesetz“ sollte der Erhaltung eine Chance geben. Mittel von Bund, Land und Kommunen leiteten eine Revitalisierung von historischen Altstädten ein, insbesondere auch durch Wiederansiedlung von Familien mit Kindern in den alten Strukturen: Sie bekamen bis zu 37 Prozent der Baukosten geschenkt!

Was bedeutete das Städtebauförderungsgesetz für Heidelberg?

Da unser Büro zu dieser Zeit in Ladenburg konform mit den Zielen des Städtebauförderungsgesetzes eine prämierte Sanierung der Altstadt durchführte, bat OB Zundel uns zu einem Gespräch, obwohl ich ja ein Kritiker seiner Sanierungsideen war. In dem Gespräch konnten wir darlegen, dass für eine historische Altstadt ein Gesamtplanungskonzept nicht funktioniert, weil die einzelnen Quartiere doch sehr unterschiedlich strukturiert sind. Besser wäre es, sozusagen quartiersweise Sanierungsplanungen zu entwickeln. Wir konnten dies insbesondere am Beispiel von Kopenhagen erläutern. In diesem Zusammenhang schlug ich vor, den Auftrag zur Planung unterschiedlicher Quartiere an verschiedene Heidelberger Architekten zu vergeben.

Hatten Sie bei OB Zundel damit Erfolg?

Der Oberbürgermeister ließ sich tatsächlich überzeugen und startete mit ersten Testquartieren. So konnte eine Wende in der Sanierungsplanung eingeleitet werden. Auch Baubürgermeister Karl Korz stand hinter den neuen Ideen. Partner zur Durchführung war vor allem das Liegenschaftsamt, welches den Kauf von Häusern organisierte, um sie dann zum Beispiel an Familien mit Kindern weiterzuverkaufen. Das Amt organisierte auch die Sanierungsgespräche mit Eigentümern und Mietern, das heißt, es fand eine für Heidelberg im Grunde neue Bürgerbeteiligung statt. Das Rechtsamt leistete Unterstützung. Von großer Bedeutung bei der Durchführung war die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (GGH) mit ihrer Gemeinnützigkeit und ihrem technischen Know-how. Heidelberg konnte zügig vier Sanierungsgebiete beschließen, so schnell war kaum eine andere Stadt.

Welche Aufgaben übernahm Ihr Büro?

Von uns wurden über 50 Häuser saniert, darunter das Projekt Reichspräsident-Friedrich- Ebert-Gedenkstätte. Überzeugungsarbeit beim Gemeinderat leisteten dazu die CDU unter dem Fraktionsvorsitzenden Raban von der Malsburg, OB Zundel und sein Mitarbeiter Günter Heinemann. Ein problematisches Quartier lag zwischen Kettengasse, Ingrimstraße und Zwingerstraße; es war total überbaut. Wir haben damals einen Grünbereich mit Kinderspielplatz vorgesehen und am Blockrand verschiedene Wohnhäuser für Familien mit Kindern. Hier lag auch die ehemalige Turnhalle des Helmholtz-Gymnasiums. Zusammen mit Intendant Stolzenberg und Bürgermeister Korz haben wir dort die Idee eines Jugendtheaters mit Probebühne geplant. In dieser Beziehung klappte die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Kulturamt hervorragend, und gemeinsam mit dem designierten jungen Intendanten des Jugendtheaters, Christian Sorge, konnte ein Projekt realisiert werden, welches von den Kindern und Jugendlichen sehr gut angenommen wurde. Ein Haus in der Kettengasse konnte in enger Zusammenarbeit mit Vertretern der Stadt Montpellier zum „Montpellierhaus“ umgebaut werden.

Sind Ideen auch gescheitert?

Ja. Etwa die Verbannung des Durchgangsverkehrs vom Neckarufer hinein in einen Tunnel durch den Berg. Oder die Planung einer dringend notwendigen Brücke über den Neckar weiter westlich. Die historische Altstadt hatte lediglich eine Brücke – die „Alte Brücke“, aber mit jeder Erweiterungsphase nach Westen entstand eine neue Brücke, um neue Stadtteile vital zu verbinden. Die jüngsten Erweiterungen der Stadt nach Westen benötigen dringend ebenfalls eine Verbindung in Form einer Brücke, um Mobilität der Zukunft flexibel gestalten zu können.

Sprechen wir auch über Geschichte und den Heiligenberg.

Eine Stadt muss auch ein Ort von Identifikation sein. Es ist daher wichtig, zu begreifen, welche geschichtlichen Ereignisse und Strukturen sie geprägt haben. Historische Details sind in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege hervorzuheben und in die Zukunft zu tradieren. Neben Objektsanierungen in der Heidelberger Altstadt galt hier mein Interesse besonders der Geschichte des Heiligenberges, der bereits in der Keltenzeit eine Art Stadt und Verwaltungsort für die Region beherbergte, später dann eine fränkische Königsburg auf dem Gipfel, welche vom Kloster Lorsch zu den großartigen Klöstern umgebaut wurde, deren Ruinen man heute noch sehen kann. Die Bedeutung der Klöster auf dem Berg für die Entwicklung der Stadt gilt es immer wieder zu betonen. Mit der kleinen Kirche St. Vitus gründeten sie die älteste Pfarrei in Heidelberg. Sie entwickelten Handschuhsheim und Neuenheim zu einer Zeit, als Heidelberg lediglich als Fischerdorf bestand. Um diese wertvollen Ruinen auf dem Heiligenberg vor dem Verfall zu schützen und auch Restaurierungen zu ermöglichen, gründete der Heidelberger Archäologe Berndmark Heukemes die Schutzgemeinschaft Heiligenberg, deren Vorsitzender ich heute bin. OB Zundel und Baubürgermeister Korz zeigten Verständnis und wir haben 1978/79 gemeinsam mit unserem Büro ein Forschungsprogramm mit Restaurierungszielen formuliert. Das Resultat kann man heute oben auf dem Berg betrachten. Diese Arbeiten wurden durch Peter Marzolff archäologisch hervorragend betreut.

Hatten Sie ein Lieblingsprojekt?

Als Architekt hat man natürlich immer wieder „Lieblingsprojekte“. Ich denke da an das Rathaus in Ladenburg oder an das Octapharma-Gebäude in der Berliner Straße. Aber besonders an die über 1250 Jahre alte Kirchenruine der Stiftskirche Sunnisheim in Sinsheim. Wie auf dem Heiligenberg hatte dort schon zu römischer Zeit ein Tempel gestanden. Wir haben das historische Kirchengebäude durch einen modernen Anbau erweitert und dort ein Kulturzentrum realisiert, das sehr gut angenommen wird.

    Die Stiftskirche Sunnisheim hat Burger durch einen Anbau erweitert. Foto: Burger/Proksc

Welche Gedanken bewegen Sie angesichts Ihres „Achtzigsten“?

Dank an alle Menschen, die mir geholfen haben, ein bis heute so erfülltes Leben zu führen. Dazu gehören in erster Linie meine Familie, dann mein Freund und Büropartner Jürgen Borkowski, nicht zuletzt Berndmark Heukemes, der mir die Augen für die Tradierung von Geschichtlichkeit geöffnet hat, von Orten, die von Menschen bewohnt waren. Er führte mir bei Reisen im damaligen Königreich Libyen oder anderen Ländern in Nordafrika und im Vorderen Orient die Rolle des Orients für die Kultur des Abendlandes vor Augen. Ohne ihn hätte ich nicht als Grabungsarchitekt in Syrien am Euphrat gearbeitet oder zwölf Jahre lang spannende Reisen in verschiedene Länder des Orients gemacht. Erwähnen möchte ich auch, dass ich das Glück hatte, in Schweden und in Deutschland aufzuwachsen und auch zu arbeiten. In vielen Situationen, wenn verschiedene Standpunkte zu beachten waren, waren meine Erfahrungen aus zwei doch recht unterschiedlichen Kulturen sehr bereichernd.

 

 

 

RNZ 20./21.2.2021RNZ 20./21.02.2021

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RNZ 07.02.2021

Heidelberg

Die besondere Rolle des Heiligenbergs bei der „Keltenkonzeption“

Baden-Württemberg stellt mit einer „Keltenkonzeption“ die Vielfalt heraus, die das Land bei Fundstücken dieser zeitlich fernen Kultur aufweist.

​Der „Heidelberger Kopf“ (li.) gleicht der Fürstenstatue vom hessischen Glauberg im Kopfputz. Eigentlich eine Steinskulptur dient diese bereits als Vorbild für zahlreiche Kunststoff-Repliken (re.). Dieses Modell (großes Bild) zeigt die Befestigung der keltischen Großsiedlung Heuneburg. Sie gilt als die von Herodot erwähnte Stadt „Pyrene“ und ist Schwerpunkt des Förderprogramms „Keltenkonzeption Baden-Württemberg“. Fotos: KMH Kemmet / Hüll

 

Von Felix Hüll

Heidelberg. „Kann das sein? Guck mal, der sieht doch aus wie Micky Maus!“ Der Junge wendet sich fasziniert der Steinskulptur zu, einem menschlichen Kopf mit zwei Wulsten daran. Mit etwas Fantasie erinnern sie wirklich an Mausohren wie die der Walt-Disney-Comicfigur. Aber der Steinkopf ist erheblich älter: so ungefähr 2400 Jahre. Gefunden wurde er 1893 auf dem Grundstück Bergheimer Straße 50 – als Teil einer Männerstatue aus der sogenannten Frühlatènezeit ist er eine Hinterlassenschaft der Kelten in der Region um den Heidelberger Heiligenberg.

Er ist ein Symbol für Heidelbergs besondere Stellung innerhalb der „Keltenkonzeption“ Baden-Württembergs. Das ist ein Projekt, das die historische Bedeutung des Landes für diese Kulturepoche erfasst, bündelt und besser als bisher vermitteln will.

Dazu muss man wissen, dass die Kelten sich territorial nicht nach heute gültigen Grenzen von Staaten oder Nationen in Schubladen stecken lassen. Die keltische Kultur wird in einer Zeitspanne von etwa 800 vor Christus bis um die Zeitenwende verortet und erstreckte sich im Kern von Spanien, Frankreich über Süddeutschland bis hin nach Tschechien und Ungarn.

Wer waren die Kelten? „Sie sollen das erste europäische Volk gewesen sein, obwohl sie nie einen Staat, wie etwa das Imperium Romanum bildeten. Sie hatten vielfältige ethnische Identitäten.“ So erklärt es Renate Ludwig vom Kurpfälzischen Museum Heidelberg. Sie ist dort die Leiterin der Abteilung Archäologie und Denkmalschutz.

Woher rührt dieses Interesse an einer vergangenen Kultur, von der es im Vergleich etwa zur römischen oder mittelalterlichen Geschichte ungleich weniger Schriftzeugnisse und Fundstücke gibt?

Ludwig: „Je älter die Vergangenheit ist, desto symbolkräftiger wird sie empfunden. Die Kelten am Übergang zwischen Urgeschichte und der mit zeitgenössischen Quellen belegten Geschichte sind dafür ein hochaktuelles Beispiel.“ Die Kelten selbst haben keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen. Wir wissen relativ viel durch römische und griechische Autoren, die Zeitgenossen der Kelten waren. Das ist aber immer noch wenig genug. Es eröffnet der Fantasie jede Menge Spielraum. Und nicht alles, was über Kelten veröffentlicht wird, hält wissenschaftlichen Kriterien stand.

Ludwig: „Gerade in den letzten 30 Jahren ist die vermeintlich heile Welt der Kelten Gegenstand esoterischer Sehnsüchte und gilt als ’ganzheitlich’, ’authentisch’, ’naturnah’. Wir Archäologen sehen diese pseudofolkloristische Keltomanie mit Kopfschütteln.“

Nachgewiesen haben die Altertumswissenschaften in der Frühzeit der keltischen Kultur Fürstensitze und für eine spätere Periode stadtähnliche Siedlungen, „Oppida“ genannt. Aber jene „naturnahen“ Kelten rodeten auch die Wälder und trugen selbst untereinander ständig Konflikte aus.

Die Bilder von Druiden in harmonischem Einklang mit der Natur wie den Mitmenschen geht zurück auf romantische Bilder einer keltischen Gesellschaftsordnung. Ihren Ursprung haben sie im Irland des 17. Jahrhunderts. Von dort verbreiteten sie sich in Europa bis zu den heute im Internet anzutreffenden Druidenorden unterschiedlichster Couleur. Die Kelten selbst haben dazu keine Schriftquellen überliefert, und manche Fundstücke dokumentieren ganz andere Verhaltensweisen. Alexander Heinzmann ist Autor des Buches „Die Ringwälle auf dem Heiligenberg bei Heidelberg – Keltischer Fürstensitz oder Keltenstadt?“ Er glaubt, dass man dies von der Keltenzeit lernen könne: „Sie waren zweimal auf den Weg zu einer Hochkultur und sind zwei mal abgebogen. Die Gründe dafür sind unsicher.“ Aber verschwenderischer Umgang der Kelten mit natürlichen Ressourcen wie den Wäldern um die Oppida-Großsiedlungen gilt laut Heimatforscher Heinzmann als belegt – „und das ist etwas, was man aus dieser Zeit lernen könnte.“

Trefflich ließe sich so ein Nach-Denken in einem Museum anregen: Für den Ausbau bisheriger Angebote und Keltenschauplätze im Land sollen zehn Millionen Euro Fördermittel im Rahmen der Keltenkonzeption ausgegeben werden. Das hat die Landesregierung 2019 beschlossen. Für den Heiligenberg liegen zwar Pläne für Modernisierung und Ertüchtigung des bestehenden Keltenwegs vor. Sie reichen aber wohl noch nicht aus, um die entsprechenden Anträge mit Aussicht auf Erfolg stellen zu können.

Die zuständige Kunststaatssekretärin im Wissenschaftsministerium, Petra Olschowski, erklärt, dass noch im ersten Quartal (wohl im März) Vertreter des Ministeriums zu einem Vor-Ort-Termin nach Heidelberg kommen wollen, um mit den Antragstellern u.a. im Kurpfälzischen Museum die vorliegenden Konzeptentwürfe abzustimmen. Innerhalb Baden-Württembergs zeichnet den Heiligenberg der Blick über die (heutigen) Landesgrenzen aus: die Gegend hier soll in einer Beziehung zum Glauberg in Hessen gestanden haben wie auch der Donnersberg und Bad Dürkheim in Rheinland Pfalz.

Rein optisch legt dies schon der Fund der Glauberger „Fürstenstatue“ nahe – diese im Juni 1996 in einem Grabhügelumfeld gefundene Skulptur trägt eine ganz ähnliche Kopfbedeckung wie das Heidelberger Keltenhaupt. Die beiden Micky-Maus-Ohr-ähnlichen Wülste am Heidelberger wie Glauberger Kopf werden als Mistelblatt-Krone gedeutet. Sie kennzeichnen seinen Träger als hervorgehobenen einflussreichen Menschen, einen Krieger oder Wissenden, eventuell Druiden/Priester.

Eine solche Außenbeziehung der Siedlung auf dem Heiligenberg zählt zur Vielfalt keltischer Kultur auf dem Gebiet Baden-Württembergs. Sie ist bislang aber eher nur Fachleuten ein Begriff. Die Keltenkonzeption soll sie wie auch die Besonderheiten der anderen Keltenorte einem breiteren Publikum besser als bisher verdeutlichen und dazu einladen, sich das näher anzusehen..

Für Heidelberg ist dabei eine sanfte Erschließung des Heiligenbergs mittels eines „Keltenparks“ angedacht. Mit der Schutzgemeinschaft Heiligenberg und der Handschuhsheimer Geschichtswerkstatt um deren Keltenexperten Alexander Heinzmann entstand ein Entwurf. Ins Auge gefasst ist u.a. der Nachbau einer keltischen Pfostenschlitzmauer, wie sie inzwischen auch für die Ringwälle um den Heiligenberg nachgewiesen wurde.

Mit Hilfe einer App soll das erforderliche Hintergrundwissen über Heidelbergs Keltenzeit bereitgestellt werden. Die Umgebung wenig beeinträchtigende Pfosten könnten einen QR-Code tragen, der das Abrufen der entsprechenden Internetseite ermöglicht.

Nur: Wenn das Vorhaben gelingt, steht zu befürchten, dass zu viele neue Kelten-Fans mit dem Auto auf den Berg kommen. Der Heiligenberg als Kelten-Drive-In? Ludwig: „Das soll kein zweiter touristischer Hotspot wie das Schloss werden.“ Sie kalkuliert für dieses Projekt mit einem sechsstelligen Betrag. Sobald der Keltenkonzeption-Zuschlag bewilligt sei, könne man das Vorhaben im Zeitraum von bis zu drei Jahren verwirklichen.

Wer so lange nicht warten möchte, kann schon jetzt ein fertiges Museum besuchen: 140 Kilometer nördlich von Heidelberg befindet sich die „Keltenwelt am Glauberg“, die neben den lokalen Funden auch die Geschichte der Kelten allgemein nachzeichnet.

Info: www.verein-keltenwelten.dewww.mwk.baden-wuerttemberg.de (Stichwort: Keltenland)

Vielfalt keltischer Fundstätten in Baden-Württemberg:

1) Heuneburg – Herodots Keltenstadt „Pyrene“ – heute Freilichtmuseum, beschilderter Wanderweg, Museum Hundersingen nahebei, geplanter Ausbau als Schwerpunkt mit Besucherzentrum

2) Ipf – frei stehendes Berggipfelplateau, Freilichtanlage mit Gebäude-Nachbauten, Museum in Bopfingen, Besucherzentrum geplant

3) Heidengraben – größte befestigte spätkeltische Großsiedlung (Oppidum) Europas, Museum Grabenstetten, Erlebnispfad, Besucherzentrum geplant

4) Hochdorf – Fürstenprunkgrab: Museum ist bisher eine der umfassendsten Keltengeschichte-Präsentationen in Baden-Württemberg (geplant: digitale Ergänzungen), nahebei Hohenasperg/Ludwigsburg

5) Landesmuseum Württemberg – keltische Schwerpunktsammlung in Stuttgart

6) Finsterlohr – zwischen Tauberbischofsheim und Rothenburg gelegene Großsiedlung (Oppidum)

7) Magdalenenberg – Fürstinnen-Groß-Grabhügel, Keltenfunde im Franziskanermuseum Villingen-Schwenningen (geplant: digitale Ergänzungen)

8) Keltenregion Breisgau – zentriert im Museum Colombischlössle Freiburg (geplant: digitale Ergänzungen), Oppidum „Tarodunum“ nahebei in Kirchzarten

9) Münsterberg Breisach – überbauter keltischer Fürstensitz,Grabhügel, Museum für Stadtgeschichte Breisach

10) Archäologisches Landesmuseum – Konstanz, Präsentation der allgemeinen Erkenntnisse der Landesarchäologie

11) Doppeloppidum Altenburg (D) und Rheinau (CH), keltisches „Handelszentrum“ veranschaulicht das weit verzweigte Netz keltischer Wirtschaftsbeziehungen

12 ) Heiligenberg Heidelberg – keltischer Mittelpunkt als Handelszentrum am Unteren Neckar, beschilderter Weg, Funde insbesondere neu der letzten Jahrzehnte im Kurpfälzischen Museum, (weitere digitale Ergänzung angedacht), Ausgrabungen Keltisches Handwerk Dossenheim des Landesamts für Denkmalschutz in Planung

13 ) Badisches Landesmuseum Karlsruhe u.a. mit „Heidelberger Kopf“ und modernen Präsentationsformen wie Virtual Reality

14 ) Donnersberg – Keltenweg, Siedlungs-Nachbauten, Museum (Rheinland-Pfalz)

15 ) Glauberg – hessisches Museum „Keltenwelt Glauberg“ sowohl mit allgemeiner keltischer Geschichte wie mit der von der überregionalen Bedeutung dieses Fürstensitzes, Rundwanderweg, Grabhügel

16 ) Bad Dürkheim (Rheinland-Pfalz) – Museum, „Heidenmauer“ Keltenstadt, Höhensiedlung, Fürstengrab (fhs)

 

 

Aktuelles

Das aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen die Mitgliederversammlung nicht wie gewohnt im Februar 2021 stattfinden konnte, wurde allen Mitgliedern ein Jahresbericht  des Vorstandes zugeschickt, der im Folgenden nochmals veröffentlicht wird:

 

Schutzgemeinschaft Heiligenberg Handschuhsheimer Geschichtswerkstatt e.V.

Jahresbericht 2020 – Informationen an die Mitglieder

Bei der Jahreshauptversammlung am konnte noch niemand ahnen, welchen harten Einschnitt die Corona-Pandemie in unsere Vereinstätigkeit bringen sollte!

Der für Mai geplante Jahresausflug 2020 zum Limesmuseum in Osterburken musste abgesagt werden, ebenso unsere Führungen mit kleiner Ausstellung und Andacht im Michaelskloster . Nach zwei gut besuchten Vorträgen in der Geschichtswerkstatt – Ende Januar und Februar – waren keine Zusammenkünfte im Seniorenzentrum mehr möglich, die neun weiteren Vorträge blieben ungehalten, das gesellige Beisammensein fiel aus.

Selbst die Vorstandstreffen beugten sich der Pandemie-Verordnung und fanden im Sommer im Gartenlokal der geschlossenen „Waldschenke“ statt.

Aber dennoch gibt es auch einiges Erfreuliche zu berichten, hat sich in Bezug auf den Heiligenberg, auf unseren Vereinszweck, einiges getan:

Rechtzeitig vor Corona-Ausbruch fand am 4. Februar in Anwesenheit von Dr. Renate Ludwig – Leiterin Archäologie und Denkmalschutz beim Kurpfälzischen Museum Heidelberg (KMH) – ein Vortrag zur Lehrgrabung auf dem Heiligenberg ( Sommer 2019 ) statt. Grabungstechniker Tobias Schöneweis vom KMH stellte im voll besetzten Saal des Gemeindehauses von St. Vitus die Ergebnisse der Grabung am inneren Ringwall vor. Es konnte belegt werden, dass die dortige Mauer als „Pfostenschlitzt-Mauer“ errichtet war, also aus einer Pfosten-Steine-Erde-Konstruktion bestand.

Vorstand Bert Burger erreichte in mehreren Begehungen mit Kulturamt und Hochbauamt erfolgreiche Ausbesserungenan der Klosterruine durch die Fa. Erban, zudem erhielt die einzige Originalsäule endlich eine fachgerechte Abdeckung zum Schutz des Kapitells gegen den Regen.

Außerdem übernahm der Verein die Kosten für notwendige Streicharbeiten an der Zauneinfassung im Eingangsbereich.

Der neue Flyer zum Keltenweg seitens der Kurpfälzischen Museums Heidelberg ist – nach Ergänzungen und Verbesserungen durch Bert Burger – nun (im Museum) erhältlich. Es fehlt jetzt noch die Aktualisierung der Hinweisschilder entlang des Weges.

Immerhin konnten auch einige Führungen unter Corona-Bedingungen stattfinden, u.a. eine Doppelführung im Oktober als Ersatz für den ausgefallenen Tag des offenen Denkmals. Als gemeinnütziger Verein sind unsere Führungen kostenlos, wir nehmen aber gerne Spenden für die Vereinsaufgaben. Corona-bedingt waren es 2020 weniger Führungen und kleinere Gruppen, so dass entsprechend weniger Gelder für den Heiligenberg eingingen. Daher ergeht ausnahmsweise dieses Jahr am Ende dieses Jahresberichtes ein Spendenaufruf.

Baden-Württemberg kann die bedeutendsten keltischen Anlagen Deutschlands vorweisen. Daher hat die Landesregierung zur Vernetzung der Anlagen und zur Förderung der weiteren Erforschung eine „Kelteninitiative“ausgerufen. In diesem Zusammenhang hat die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer MdL, ihre „Sommertour 2020“ dem Heiligenberg gewidmet. Am 27.8. konnte Vorstandsmitglied Alexander Heinzmann sie und eine große Gruppe zu einer Führung auf den Heiligenberg begrüßen. Der Schwerpunkt lag natürlich bei den keltischen Spuren und auf der großen Bedeutung des Heiligenberges für die Kelten des 5./4. Jahrhunderts. Immerhin befindet sich hier die größte keltische Befestigung und Siedlung im Norden Baden-Württembergs. Wir hoffen, dass der Besuch der Ministerin Impulse gibt für eine intensivere wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Berg. Auch ist zu hoffen, dass aus der Landesinitiative Fördermittel für Vorhaben auf dem Heiligenberg fließen, bislang hat nur der württembergische Landesteil von der Förderung profitiert.

Besonders erfreulich und erwähnenswert ist, dass wir seit Mai über eine neue und sehr professionelle Homepage verfügen!! Schatzmeister Peter Jungmann konnte mit Ralf Schumacher einen versierten Fachmann zur Einrichtung der Homepage gewinnen. Vorstandsmitglied Hans-Hermann Büchsel hat diese dann mit Berichten, Informationen und Fotos zum Heiligenberg und zur Vereinstätigkeit „gefüttert“; zudem sorgt er dafür, dass unser Auftritt im Internet immer auf dem aktuellsten Stand ist. Dazu gehört momentan der Hinweis auf den schönen Bildkalender für 2021 mit Fotografien von Bettina Bank, er ist übrigens in der „Bücherstube an der Tiefburg“ erhältlich, soweit es die Corona-Lage zulässt. Corona-unabhhängig sind die Informationen über den Verein, besuchen Sie dazu einfach unsere Internetseite : https://heiligenberg-handschuhsheim.de

Besucher der Klosterruinen von St. Michael werden übrigens durch zwei Hinweisschilder am Eingang des Klostergeländes auf unsere Homepage verwiesen.

Neues gibt es auch hinsichtlich unserer Bankverbindung. Nach der Fusion mit der Volksbank in Weinheim mussten die Kontonummern neu vergeben werden. Unsere neue Nummer lautet:

IBAN: DE97 6709 2300 0033 072449 BIC: GENODE61WNM

Vorschau auf 2021

Regierungsrat Dipl. Ing. Carl Koch (1885-1957) ist vielen bekannt durch seine Ausgrabungen im Michaelskloster in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Seine sehr genauen Aufzeichnungen waren bei den Restaurierungsarbeiten in den 80er Jahren von großen Wert. Was kaum bekannt ist und bald zu vergessen droht, ist die Tatsache, dass sein Nachlass mit den Grabungsberichten in einem Archiv in Esslingen liegt. Bert Burger möchte nun erreichen, dass wesentliche Teile des Nachlasses kopiert werden, damit sie hier vor Ort liegen und jederzeit eingesehen werden können.

Unsere Jahreshauptversammlung 2021 wird – Corona-bedingt – nicht wie vorgeschrieben Anfang des Jahres stattfinden können. Wir hoffen, sie im Frühsommer nachholen zu können. Auf jeden Fall werden wir rechtzeitig dazu einladen. Bis dahin bemühen wir uns um Kommunikation mit den Mitgliedern per Rundbrief (Post oder e-Mail) und Homepage.

Wir wünschen allen Mitgliedern ein gutes bzw. besseres neues Jahr – bleiben Sie gesund!

Für den Vorstand

Alexander Heinzmann

Spendenbitte

Angesichts einiger Vorhaben auf dem Heiligenberg bei geringeren Einnahmen bitten wir die Mitglieder, falls es ihnen möglich ist, um eine Spende für Vereinszwecke. Sie erhalten selbstverständlich eine Spendenbescheinigung.

Wir bedanken uns im Voraus!

 

Öffentliche Führung im Michaelskloster am Samstag, den 17.10.2020, um 15.00 Uhr

Am Samstag, den 17. Oktober, fand eine Führung der Schutzgemeinschaft auf dem Heiligenberg statt. Nach Ankündigung auf der Homepage und in der RNZ hatten sich 25 Zeitnehmer/innen angemeldet und kamen fast alle trotz des nicht so charmanten Wetters auch tatsächlich zum Treffpunkt. Nach einem kleinen Regenschauer am Anfang wurden alle durch zunehmend freundlicheres Wetter im Lauf der Führung, die etwa eineinhalb Stunden dauerte, belohnt. (Fotos: B. Bank)

Alexander Heinzmann und Gruppe

Alexander Heinzmann und Gruppe

Hans-Hermann Büchsel und Gruppe

Hans-Hermann Büchsel und Gruppe

 

 

 

Wissenschaftsministerin Bauer auf dem Heiligenberg (28.08.2020)

Auf der Alten Brücke

Auf der Alten Brücke

Es sollte eigentlich schon vor einem Jahr stattfinden: Der Besuch der Wissenschaftsministerin und Heidelberger Landtagsabgeordneten Theresia Bauer auf dem Heiligenberg. Denn schon im Januar 2019 hatte der Ministerrat die kulturpolitische landesweite Konzeption „Baden-Württemberg und seine Kelten“ beschlossen. Damals musste der Besuch wegen eines Unfalls der Ministerin verschoben werden. So kam es denn, dass am 27. August Frau Bauer mit einer Gruppe von 20 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern (noch einmal so viele hatten sich angemeldet, konnten aber aus Coronagründen nicht mitgehen) nach dem Besuch des Kurpfälzischen Museums den Marsch auf den Heiligenberg antrat. Hoch ging es über den Schlangenweg, den Philosophenweg, am Bismarckturm vorbei zum Fuchsrondell.

Geschafft! Der Schlangenweg

Geschafft! Der Schlangenweg

Marschrichtung

Marschrichtung

Hier begann Alexander Heinzmann, 2. Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Heiligenberg – Geschichtswerkstatt Handschuhsheim, seine Ausführungen über die keltische Vergangenheit auf dem und um den Heiligenberg. Dabei informierte er die Zuhörer/innen über die verschiedenen Epochen der keltischen Geschichte in Europa und besonders im süddeutschen Raum. In der ersten keltischen Phase der sog. Fürstensitze wird der Fürstensitz auf dem Heiligenberg relativ spät und wohl in einer Verbindung zu dem wichtigen keltischen Zentrum auf dem Glauberg in Hessen errichtet. Davon zeugen die Reste der 2 Ringmauern sowie ein in Neuenheim gefundener Kopf einer Statue eines Keltenfürsten. Nachdem nach 500 vor Chr. die Blütezeit der Fürstensitze bereits vorbei war, kommt es auf dem Heiligenberg zu einer Ansiedlung von zwischen 1000 und 3000 Kelten, die sicher in Verbindung mit landwirtschaftlichen Siedlungen um den Berg herum standen, da ein Lebensmittelanbau auf dem Berg nicht möglich war. Ob man diese Ansiedlung als ein keltisches Oppidum bezeichnen kann, darüber gibt es mangels ausreichender Forschungsergebnisse auf dem Berg keine gesicherten Erkenntnisse. Auch über das Ende der Besiedlung weiß man nichts, ebenso wie an anderen Orten keltischer Niederlassungen kann man spekulieren, ob es die fehlende Schriftkultur der Kelten war, die den wachsenden Gemeinschaften keine Struktur geben konnte, oder eine intensive Übernutzung der umgebenden Natur schließlich die Aufgabe der Siedlungen erzwang.

A. Heinzmann und die Kelten

A. Heinzmann und die Kelten

Weiter ging der Weg zum Heidenloch. Hier führten Alexander Heinzmann und Bert Burger, der 1. Vorsitzende des Vereins, aus, dass nach wie vor die Antwort auf die Frage, wer wann und zu welchem Zweck einen 56m tiefen Schacht in den Bundsandstein getrieben hat, noch nicht mit hinreichender Sicherheit gefunden werden konnte. Nahe liegende Erklärungen, die einen Brunnen oder eine Zisterne vermuten, werden durch die Struktur der Wasseradern auf dem Berg Richtung Nordwesten (wo heute noch 3 Brunnen zu finden sind), in Frage gestellt, auch durch die schlechte Wasserfestigkeit des Bundsandsteins. Die Alternative, das Heidenloch als keltische Kultgrube zu erklären, hat den Vorteil, dass Lage und der notwendige Arbeitsaufwand dann besser erklärbar wären, allerdings gibt es keine archäologischen Belege dafür, da das Heidenloch sekundär ausgebaut und im Spätmittelalter schließlich als Abfallgrube genutzt wurde.

Den Berg hoch

Den Berg hoch

Blick ins Heidenloch

Blick ins Heidenloch

Nun kam ein etwas abenteuerliches Wegstück, da der vor 24 Jahren angelegte Keltenpfad, dem die Gruppe jetzt folgte, teilweise vom Wald wieder zugewachsen war. Immerhin konnte hier recht deutlich ein Stück des Walls, vor den die innere Keltenmauer gebaut wurde, besichtigt werden. Alexander Heinzmann wies auf den enormen Aufwand zum Bau der zwei Mauerringe hin und erläuterte, dass diese neben der Verteidigungsfunktion wohl auch die Aufgabe hatten, nach außen die Macht und den Reichtum der keltischen Siedlungen zu demonstrieren.

Abschließend lässt sich resümieren, dass die bisherige geringe Erforschung der keltischen Besiedlung des Heiligenberges, die eine der größten im Süddeutschland war, in ihrer Bedeutung bisher nicht gerecht wurde und dass hier ein großer Nachholbedarf an archäologischen Forschungsgrabungen zu konstatieren ist.

Frau Ministerin Bauer bedankte sich am Ende für die Führung und die damit auch von ihr neu gewonnenen Erkenntnisse, äußerte Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement zur Bewahrung und Erforschung der historischen Hinterlassenschaften auf dem Berg und zeigte Verständnis für den Wunsch nach einer Intensivierung der historischen Erforschung gerade der keltischen Vergangenheit. Vor allem auch im Rahmen des anfangs genannten Projekts „Baden-Württemberg und seine Kelten“ wäre hier ein neuer Forschungsschwerpunkt sinnvoll.

Ein Teil der Teilnehmer/innen beschloss den Rundgang mit einem gemeinsamen Umtrunk in der Waldschenke.

 

 

 

 

Mitgliedschaft

Mitglied kann im Verein jede und jeder werden, die oder der Interesse an der Geschichte und der Bewahrung des Kulturortes Heiligenberg und/oder an der Geschichte Handschuhsheims hat. Natürlich sind neue Mitglieder immer sehr willkommen.

Sie können hier die Satzung des Vereins einsehen, bei Bedarf können Sie ein Beitrittsformular herunterladen (jeweils als pdf-Dokument).

Derzeit sind 119 Mitglieder im Verein. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt. Der Mitgliedsbeitrag im Jahr beträgt zurzeit 15 €. Die Tätigkeiten des Vereins wie Mitfinanzierung zur Erhaltung der Ruinen sowie die Förderung bei der Erforschung der Geschichte des Berges werden ausschließlich durch die Mitgliedsbeiträge sowie durch Spenden finanziert, die meistens bei Führungen anfallen, die von den Mitgliedern des Vorstandes ehrenamtlich und kostenlos durchführt werden.

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Führungen

Derzeit gibt es keine Führungen zu festen Zeiten.
Mitglieder des Vorstands sind gerne bereit, auf Anfrage Führungen zu übernehmen. Bei Interesse bitten wir, unter folgender Adresse Kontakt aufzunehmen:

info@heiligenberg-handschuhsheim.de

Wir möchten gerne auf Folgendes hinweisen:

  • Die Führungen auf dem Heiligenberg können ja nach Interesse umfangreicher (der „ganze“ Heiligenberg) oder kürzer (z.B. Schwerpunkt Michaelskloster) sein. Wir bitten, entsprechende Wünsche zu äußern.
  • Die Führungen werden von Ehrenamtlichen grundsätzlich kostenlos durchgeführt.
  • Wir bitten aber gerne um eine Spende für die Schutzgemeinschaft. Sie finanziert viele Arbeiten zur Erhaltung auf dem Berg und an den Ruinen und gibt Zuschüsse für Maßnahmen, die der Erforschung der Geschichte des Berges dienen, so wurden große Teile der Ausrüstung für die Lehrgrabungen im Sommer 2019 an der Keltenmauer vom Verein übernommen. Spenden und Vereinsbeiträge sind dafür die einzigen Einnahmequellen. Gerne werden Spendenquittungen ausgestellt.
  • Es sind auch Führungen durch Handschuhsheim möglich.

Corona-Hinweis:

Da die Führungen auf dem Heiligenberg im Freien stattfinden, sind sie bei entsprechenden Abständen auch in Coronazeiten durchführbar. Die genauen Hinweise werden bei der Anmeldung besprochen.

AKTUELL:

Während der seit November 2020 geltenden besonderen Corona-Vorschriften sind auf absehbare Zeit keine Gruppenführungen möglich.