Presseartikel

Die Handschuhsheimer Tiefburg im Wandel der Zeit

Geschützt wurde die Burg einst von einem Wassergraben. Als die Ritter von Handschuhsheim ausstarben, erbten es die Helmstatter.

RNZ 20.10.2020

Rekonstruktionszeichnung von Julius Naeher, 1891: So könnte die Tiefburg vor ihrer Zerstörung ausgesehen haben.

 

Von Manfred Bechtel

Heidelberg. Die Weinheimer Windeck, die Schriesheimer Strahlenburg, die Schauenburg über Dossenheim sind allesamt stolze Höhenburgen an der Bergstraße. Die Handschuhsheimer dagegen haben ihre Tiefburg. Am Fuß des Heiligenbergs gelegen, war msie einmal von einem Wassergraben umgeben, den der Mühlbach speiste. Diese „Niederungsburg“ war zwar weniger wehrhaft als die Höhenburgen, aber sie sollte wohl auch nicht so sehr Verteidigungszwecken dienen als zur Sicherung von Verkehrswegen, Grundbesitz und Naturalabgaben. In seinem Buch „Die Tiefburg in Handschuhsheim im Wandel der Zeit“ hat Thomas Mertel ihre Geschichte erforscht und beschrieben. „Wann genau begonnen wurde, die Tiefburg zu erbauen, ist (…) noch ungeklärt“, schreibt er. Einen Hinweis liefert immerhin im Keller des zentralen „Wohnturms“ ein auffälliger Fundamentzug, der sich deutlich vom anderen Mauerverlauf absetzt. „Eventuell haben wir es hier mit einem Rest des ältesten Wohnturmfundamentes zu tun“, schreibt Mertel. Darauf stand – vermutlich weit vor 1300 – ein hoher Fachwerkbau.

Das Benediktinerkloster Lorsch bestimmte seit seiner Gründung im Jahre 764 die Geschicke an der Bergstraße. Auch Handschuhsheim war fast ausschließlich in Abhängigkeit der Abtei. Dadurch dürfte sich ein Ortsadel herausgebildet haben, der die Interessen der Mönche vor Ort wahrnahm. Wann das war, ist nicht geklärt, wohl spätestens um 1000. Belege gibt es erst seit dem 12. Jahrhundert. Zwei Ritterfamilien treten hervor. Die Burg der „älteren“ Familie, der „Ingram“, soll auf einem Sporn des Heiligenberges, oberhalb der Leimengrube gestanden haben. Darauf lässt auch der Gewannname „Birgel“ oder „Bürgel“ schließen. Später ist die Sippe in Heidelberg und Wieblingen anzutreffen. Das „jüngere“ Geschlecht, die „Swiger“, bewirtschaftet die Wasserburg. Der Handschuh als Symbol dieser Familie taucht erstmals 1338 auf.

Im 14. Jahrhundert musste die Familie im Spannungsfeld zwischen dem Erzbistum Mainz und der aufstrebenden Kurpfalz ihren Weg finden. Dabei richtete sie den Blick zunehmend nach Heidelberg. Dieter IV. von Handschuhsheim (1382 – 1403) war einer der angesehensten pfälzischen Ministerialen. Er dürfte die finanziellen Mittel gehabt haben, die kastellartige Ringmauer der Tiefburg zu bauen, 13 Meter ist sie hoch und im Schnitt 1,4 Meter stark. Danach wurde der Burggraben vermutlich nur noch sporadisch gefüllt, zum Zwecke derReinigung von Fäkalien und im Verteidigungsfall. Über den Graben führte eine Steinbrücke mit hölzerner Zugbrücke. Seinem Enkel Dieter V. (1431 – 1487) ist der Umbau zu einer

fensterreichen Burganlage im Stile der Spätgotik zuzuschreiben. Der Wohnturm wird fast ganz abgetragen und neu aufgemauert. Ein Detail fällt heute noch ins Auge: die „Schlüssellochschießscharte“ links vom Burgtor. Hier konnte eine Hakenbüchse oder ein kleines Hinterladergeschütz in Stellung gebracht werden, um ungeliebte Besucher vor dem Tor zu beeindrucken. Ein neues Verständnis von Wohnkultur und Repräsentation ist in den Umbauten des 16. Jahrhunderts zu erkennen. Die Enge und Dunkelheit der Burg sollte aufgebrochen werden; man hatte – freilich in bescheidenem Rahmen – das Heidelberger Schloss vor Augen.

Am 31. Dezember 1600 kam das Ende der stolzen Handschuhsheimer Ritter. Im Alter von 15 Jahren starb Hans, der Letzte seines Geschlechts, an einem Degenstich, den ihm der junge Friedrich von Hirschhorn zugefügt hatte. Die Tiefburg ging an die Freiherren von Helmstatt. An ihrem Erbe konnten sie sich nicht lange freuen: Im Dreißigjährigen Krieg und später im Orléansschen Krieg wurde die Tiefburg mehrfach angezündet und zerstört. Danach blieb sie unbewohnt; die Herren von Helmstatt bauten sich stattdessen neben dem alten Torbogen ein neues herrschaftliches Haus, das „Freiadlige Gut“ (heute Restaurant „Helmstätter Herrenhaus“).

Ende des 19. Jahrhunderts war die Burg von Bäumen umgeben und von Efeu überwuchert. Als mittendurch die Straße in Nord-Süd-Richtung geplant war, wurde die romantische Ruine zum „Verkehrshindernis“. Der Abriss drohte. Das weckte sie aus ihrem Dornröschenschlaf. Protest regte sich: „Es wäre unbegreiflich, ein Akt der Barbarei, wenn ein solch geschichtliches Denkmal von solch malerischem Charakter vernichtet werden sollte, bloß weil es in die Flucht einer projektierten Straße fällt, die gerade so gut um die Burg herumgeführt werden kann“, wandte sich der Bezirkspfleger der Kunst- und Altertumsdenkmale Karl Pfaff erfolgreich an den Großherzoglichen Konservator in Karlsruhe.

Das Bauwerk war zunächst gerettet, drohte aber weiter zu verfallen. Als „Retter der Tiefburg“ gilt Raban Graf von Helmstatt. Als Eigentümer ergriff er die Initiative und erreichte eine Einigung mit der Stadt Heidelberg und der Denkmalpflege über die Finanzierung der Restaurierung. Dann ging es um die Frage, ob lediglich restauriert oder auch rekonstruiert werden sollte – eine Debatte, wie sie auch um den Wiederaufbau des Heidelberger Schlosses geführt wurde. Der Ruinencharakter sollte erhalten werden, es gab kleinere Teilrekonstruktionen, der Zinnenkranz etwa musste weitgehend neu aufgemauertwerden. 1914 waren die Arbeiten beendet. Der Innenhof wurde Standort des Wochenmarktes, der Waagmeister bezog den Wohnturm. 1924 richtete die Jugendherberge im Rittersaal einem Schlafraum für die Mädchen ein. 1950 verkaufte Bleickard Graf von Helmstatt die Tiefburg für 35.000 DM an die Stadt Heidelberg. Diese übergab sie dem Stadtteilverein zur Nutzung. Heute ist sie ein Mittelpunkt des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens von „Hendesse“.

Zum Weiterlesen: Thomas F. Mertel: Die Tiefburg in Handschuhsheim im Wandel der Zeit.

Hrsg. vom Stadtteilverein Handschuhsheim, 144 S. mit 131 z. T. farbigen Abb.,ISBN 978-3-89735-920-8. EUR 19,90.

Aktuelles

Neuer Heiligenberg-Kalender für 2021

Soeben ist ein neuer Heiligenberg-Kalender der Fotografin Bettina Bank erschienen, der auch von der Schutzgemeinschaft mit herausgegeben wird. Er hat das Format DIN A4 und enthält 10 kunstvolle Detailaufnahmen aus dem Michaelskloster. Für 12,80 € ist er in den Buchhandlungen Bücherstube an der Tiefburg, Schmitt & Hahn sowie im Reisebuchladen zu kaufen. Wer noch ein geschmackvolles Weihnachtsgeschenk sucht…

 

 

Öffentliche Führung im Michaelskloster am Samstag, den 17.10.2020, um 15.00 Uhr

Am Samstag, den 17. Oktober, fand eine Führung der Schutzgemeinschaft auf dem Heiligenberg statt. Nach Ankündigung auf der Homepage und in der RNZ hatten sich 25 Zeitnehmer/innen angemeldet und kamen fast alle trotz des nicht so charmanten Wetters auch tatsächlich zum Treffpunkt. Nach einem kleinen Regenschauer am Anfang wurden alle durch zunehmend freundlicheres Wetter im Lauf der Führung, die etwa eineinhalb Stunden dauerte, belohnt. (Fotos: B. Bank)

Alexander Heinzmann und Gruppe

Alexander Heinzmann und Gruppe

Hans-Hermann Büchsel und Gruppe

Hans-Hermann Büchsel und Gruppe

 

 

 

Wissenschaftsministerin Bauer auf dem Heiligenberg (28.08.2020)

Auf der Alten Brücke

Auf der Alten Brücke

Es sollte eigentlich schon vor einem Jahr stattfinden: Der Besuch der Wissenschaftsministerin und Heidelberger Landtagsabgeordneten Theresia Bauer auf dem Heiligenberg. Denn schon im Januar 2019 hatte der Ministerrat die kulturpolitische landesweite Konzeption „Baden-Württemberg und seine Kelten“ beschlossen. Damals musste der Besuch wegen eines Unfalls der Ministerin verschoben werden. So kam es denn, dass am 27. August Frau Bauer mit einer Gruppe von 20 interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern (noch einmal so viele hatten sich angemeldet, konnten aber aus Coronagründen nicht mitgehen) nach dem Besuch des Kurpfälzischen Museums den Marsch auf den Heiligenberg antrat. Hoch ging es über den Schlangenweg, den Philosophenweg, am Bismarckturm vorbei zum Fuchsrondell.

Geschafft! Der Schlangenweg

Geschafft! Der Schlangenweg

Marschrichtung

Marschrichtung

Hier begann Alexander Heinzmann, 2. Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Heiligenberg – Geschichtswerkstatt Handschuhsheim, seine Ausführungen über die keltische Vergangenheit auf dem und um den Heiligenberg. Dabei informierte er die Zuhörer/innen über die verschiedenen Epochen der keltischen Geschichte in Europa und besonders im süddeutschen Raum. In der ersten keltischen Phase der sog. Fürstensitze wird der Fürstensitz auf dem Heiligenberg relativ spät und wohl in einer Verbindung zu dem wichtigen keltischen Zentrum auf dem Glauberg in Hessen errichtet. Davon zeugen die Reste der 2 Ringmauern sowie ein in Neuenheim gefundener Kopf einer Statue eines Keltenfürsten. Nachdem nach 500 vor Chr. die Blütezeit der Fürstensitze bereits vorbei war, kommt es auf dem Heiligenberg zu einer Ansiedlung von zwischen 1000 und 3000 Kelten, die sicher in Verbindung mit landwirtschaftlichen Siedlungen um den Berg herum standen, da ein Lebensmittelanbau auf dem Berg nicht möglich war. Ob man diese Ansiedlung als ein keltisches Oppidum bezeichnen kann, darüber gibt es mangels ausreichender Forschungsergebnisse auf dem Berg keine gesicherten Erkenntnisse. Auch über das Ende der Besiedlung weiß man nichts, ebenso wie an anderen Orten keltischer Niederlassungen kann man spekulieren, ob es die fehlende Schriftkultur der Kelten war, die den wachsenden Gemeinschaften keine Struktur geben konnte, oder eine intensive Übernutzung der umgebenden Natur schließlich die Aufgabe der Siedlungen erzwang.

A. Heinzmann und die Kelten

A. Heinzmann und die Kelten

Weiter ging der Weg zum Heidenloch. Hier führten Alexander Heinzmann und Bert Burger, der 1. Vorsitzende des Vereins, aus, dass nach wie vor die Antwort auf die Frage, wer wann und zu welchem Zweck einen 56m tiefen Schacht in den Bundsandstein getrieben hat, noch nicht mit hinreichender Sicherheit gefunden werden konnte. Nahe liegende Erklärungen, die einen Brunnen oder eine Zisterne vermuten, werden durch die Struktur der Wasseradern auf dem Berg Richtung Nordwesten (wo heute noch 3 Brunnen zu finden sind), in Frage gestellt, auch durch die schlechte Wasserfestigkeit des Bundsandsteins. Die Alternative, das Heidenloch als keltische Kultgrube zu erklären, hat den Vorteil, dass Lage und der notwendige Arbeitsaufwand dann besser erklärbar wären, allerdings gibt es keine archäologischen Belege dafür, da das Heidenloch sekundär ausgebaut und im Spätmittelalter schließlich als Abfallgrube genutzt wurde.

Den Berg hoch

Den Berg hoch

Blick ins Heidenloch

Blick ins Heidenloch

Nun kam ein etwas abenteuerliches Wegstück, da der vor 24 Jahren angelegte Keltenpfad, dem die Gruppe jetzt folgte, teilweise vom Wald wieder zugewachsen war. Immerhin konnte hier recht deutlich ein Stück des Walls, vor den die innere Keltenmauer gebaut wurde, besichtigt werden. Alexander Heinzmann wies auf den enormen Aufwand zum Bau der zwei Mauerringe hin und erläuterte, dass diese neben der Verteidigungsfunktion wohl auch die Aufgabe hatten, nach außen die Macht und den Reichtum der keltischen Siedlungen zu demonstrieren.

Abschließend lässt sich resümieren, dass die bisherige geringe Erforschung der keltischen Besiedlung des Heiligenberges, die eine der größten im Süddeutschland war, in ihrer Bedeutung bisher nicht gerecht wurde und dass hier ein großer Nachholbedarf an archäologischen Forschungsgrabungen zu konstatieren ist.

Frau Ministerin Bauer bedankte sich am Ende für die Führung und die damit auch von ihr neu gewonnenen Erkenntnisse, äußerte Anerkennung für das ehrenamtliche Engagement zur Bewahrung und Erforschung der historischen Hinterlassenschaften auf dem Berg und zeigte Verständnis für den Wunsch nach einer Intensivierung der historischen Erforschung gerade der keltischen Vergangenheit. Vor allem auch im Rahmen des anfangs genannten Projekts „Baden-Württemberg und seine Kelten“ wäre hier ein neuer Forschungsschwerpunkt sinnvoll.

Ein Teil der Teilnehmer/innen beschloss den Rundgang mit einem gemeinsamen Umtrunk in der Waldschenke.

 

 

 

Reinigungsaktion im Heidenloch

Auch wenn das Heidenloch durch die Schutzhütte sowie das Gitter gegen fallende Blätter und ähnliches abgedeckt ist, gibt es über Jahre doch ein „Müllproblem“, zumal auch von Besuchern manchmal Dinge hinuntergeworfen werden. So ist es notwendig, dass alle paar Jahre dort eine Reinigungsaktion stattfindet. Das ist nur im Winter möglich, da in den warmen Jahreszeiten die Gefahr besteht, dass sich unten im Schacht giftige Dämpfe gebildet haben. Die letzte Reinigung fand im Januar 2011 statt. Sie wurde ehrenamtlich durchgeführt von der Späologie-Gruppe des Deutschen Alpenvereins. Verantwortlich war Herr Kohl, der auch beruflich mit Klettertechnik zu tun hat (Firma „Seil und Fels“). Dabei sind die folgenden Fotos entstanden, aufgenommen von Christian Kohl und Peter Jungmann.

 

 

Die Ziele des Vereins

Anlass für die Gründung der „Schutzgemeinschaft Heiligenberg“ im März 1973 war der bedauernswerte Zustand der Ruinen auf dem Heiligenberg. Besonders das Michaelskloster verfiel mehr und mehr und war von Buschwerk überwachsen. Dazu kam das „Hobby“ mancher Heidelberger, wertvolle alte Steine auf dem Berg als „Andenken“ mitzunehmen. Um diesen Zustand zu beenden, wurde zu einer Gründungssitzung eingeladen, an der neben dem Stadtteilvereinsvorsitzenden Willi Kücherer, verschiedenen Heidelberger Stadträten und Kunsthistorikern u.a. der Archäologe und amtliche Denkmalpfleger Berdmark Heukemes, die Heimatforscher Wolfgang von Moers-Messmer und Ludwig Merz sowie der Handschuhsheimer Architekt Bert Burger, der berufliche Erfahrungen in der Restaurierung historischer Gebäude mitbrachte und heute Vorsitzender der „Schutzgemeinschaft“ ist, teilnahmen. Als erster Vorsitzender wurde Berndmark Heukemes gewählt.

Die Vereinsgründung verfolgte damals – wie auch heute noch – vor allem drei Ziele:

  • „Erhaltung, Schutz und Pflege der historischen Baudenkmale des Heiligenberges“, wie es in der Satzung heißt. Das geschieht in Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg, auch teilweise mit eigenen Mitteln.
  • Dazu gehört auch, die Erforschung der Geschichte des Berges zu fördern und entsprechende Maßnahmen gegebenenfalls zu finanzieren.
  • Als drittes Ziel wird „die notwendige Hebung des historischen Verständnisses der Heidelberger Bevölkerung für die engen Bezüge zwischen Berg und Stadt“ genannt, die auch „heimatkundliche Belange im Raum Heidelberg“ umfassen soll. Sie wird konkretisiert durch Führungen auf dem Berg, die regelmäßig am „Tag des Offenen Denkmals“ und sonst nach Anfrage und Verabredung stattfinden. Ebenso gibt es Vorträge vor interessierten Gruppen sowie bei einigen Gelegenheiten Ausstellungen über die Geschichte des Berges. Ferner wurde auch ein „Keltenweg“ auf dem Berg mit entsprechenden Info- und Schautafeln zur Geschichte eingerichtet.

Ein wichtiger Erfolg für die „Schutzgemeinschaft“ war die Initiierung einer gründlichen archäologischen Forschungskampagne im Bereich von Michaels-Kloster und -Kirche in den Jahren 1978 bis 1984 unter der Leitung des Archäologen Peter Marzolff vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Heidelberg, für die das Land Baden-Württemberg und die Stadt Heidelberg über 2 Millionen DM bereit stellten. Gleichzeitig wurde die Ruine unter der Leitung von Bert Burger restauriert und gesichert, später ebenso das Stephanskloster. Die Errichtung der Schutzhütte über dem Heidenloch sowie einer neuen Fassung des mindestens seit keltischen Zeiten genutzten Bitterbrunnens wurden von der Schutzgemeinschaft durchgeführt.

Im Jahr 2008 schlossen sich die „Schutzgemeinschaft“ und die vorher schon bestehende „Handschuhsheimer Geschichtswerkstatt“, die unter der Leitung von Ludwig Haßlinger Themen aus der Geschichte Handschuhsheims einschließlich des Heiligenberges aufgreift und bearbeitet, zusammen, da sich ihre Tätigkeitsbereiche vielfach überschneiden.

Der Verein finanziert sich ausschließlich durch die Mitgliedsbeiträge sowie durch Spenden, um die vor allem bei den ehrenamtlich und kostenlos durchgeführten Führungen gebeten wird.

Spendenkonto: HuG Bank Heidelberg Kurpfalz eG  IBAN:DE97 6709 2300 0033 0724 49

BIC GENODE61WNM

Es besteht Zusammenarbeit mit den Stadtteilvereinen Handschuhsheim und Neuenheim, der auch Mitglied in der Schutzgemeinschaft ist.

 

Mitgliedschaft

Mitglied kann im Verein jede und jeder werden, die oder der Interesse an der Geschichte und der Bewahrung des Kulturortes Heiligenberg und/oder an der Geschichte Handschuhsheims hat. Natürlich sind neue Mitglieder immer sehr willkommen.

Sie können hier die Satzung des Vereins einsehen, bei Bedarf können Sie ein Beitrittsformular herunterladen (jeweils als pdf-Dokument).

Derzeit sind 119 Mitglieder im Verein. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt. Der Mitgliedsbeitrag im Jahr beträgt zurzeit 15 €. Die Tätigkeiten des Vereins wie Mitfinanzierung zur Erhaltung der Ruinen sowie die Förderung bei der Erforschung der Geschichte des Berges werden ausschließlich durch die Mitgliedsbeiträge sowie durch Spenden finanziert, die meistens bei Führungen anfallen, die von den Mitgliedern des Vorstandes ehrenamtlich und kostenlos durchführt werden.

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Führungen

Derzeit gibt es keine Führungen zu festen Zeiten.
Mitglieder des Vorstands sind gerne bereit, auf Anfrage Führungen zu übernehmen. Bei Interesse bitten wir, unter folgender Adresse Kontakt aufzunehmen:

info@heiligenberg-handschuhsheim.de

Wir möchten gerne auf Folgendes hinweisen:

  • Die Führungen auf dem Heiligenberg können ja nach Interesse umfangreicher (der „ganze“ Heiligenberg) oder kürzer (z.B. Schwerpunkt Michaelskloster) sein. Wir bitten, entsprechende Wünsche zu äußern.
  • Die Führungen werden von Ehrenamtlichen grundsätzlich kostenlos durchgeführt.
  • Wir bitten aber gerne um eine Spende für die Schutzgemeinschaft. Sie finanziert viele Arbeiten zur Erhaltung auf dem Berg und an den Ruinen und gibt Zuschüsse für Maßnahmen, die der Erforschung der Geschichte des Berges dienen, so wurden große Teile der Ausrüstung für die Lehrgrabungen im Sommer 2019 an der Keltenmauer vom Verein übernommen. Spenden und Vereinsbeiträge sind dafür die einzigen Einnahmequellen. Gerne werden Spendenquittungen ausgestellt.
  • Es sind auch Führungen durch Handschuhsheim möglich.

Corona-Hinweis:

Da die Führungen auf dem Heiligenberg im Freien stattfinden, sind sie bei entsprechenden Abständen auch in Coronazeiten durchführbar. Die genauen Hinweise werden bei der Anmeldung besprochen.